ALTHERRENVERBAND DES THAER-SEMINARS
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Der Altherrenverband des Thaer-Seminars (AHV) führt die Tradition der schon seit 1931 bestehenden "Vereinigung ehemaliger Thaer-Hörer" sowie des "Vereins staatlich geprüfter Landwirte der Höheren Landbauschule Celle" fort. Die Mitglieder sind alle Absolventen des Thaer-Seminars oder ehemalige Lehrkräfte. Der AHV hat seinen Sitz an der Albrecht-Thaer-Schule in Celle und ist im Vereinsregister eingetragen.

Zweck des AHV ist insbesondere die ideelle und materielle Förderung der Studierenden der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft sowie die Pflege der Interessen der Albrecht-Thaer-Schule. Die Beiträge der Mitglieder werden für Exkursionen, Lehrmaterial, Einrichtungsgegenstände der ATS (Thaer-Bibliothek), Seminarveranstaltungen, das Versuchsfeld, die Thaer-Tagung, den Thaer-Ball und Werbung für das Thaer-Seminar verwendet.

Grußwort des Vorsitzenden:

Liebe Ehemalige,

weithin gelten wir Landwirte als bodenständig und erdverwachsen. Viele Betriebe bestehen bereits seit vielen Generationen und haben die unterschiedlichsten Zeiten durchlaufen. Die Investitionen, die wir tätigen, sind regelmäßig auf lange Zeiträume angelegt. Dies setzt langfristig stabile Rahmenbedingungen voraus. Aber genau diese gibt es nicht mehr. Im Gegenteil, die Frequenz des Wechsels der Rahmenbedingungen erhöht sich sogar rasant. Die größte Herausforderung für unsere Branche besteht daher derzeit darin, sich in einem sich ständig wechselnden ökonomischen sowie politischen Umfeld zu orientieren und die richtige Ausrichtung zu finden. Für den Ackerbau besteht der wichtigste ökonomische Parameter im Getreidepreis, für den Viehhalter sind es zudem auch die baurechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Erzeugerpreise für Milch und Fleisch, die sich aber in der Regel parallel zu den Getreidepreisen bewegen.

Für den einen haben sich die Getreidepreise wieder relativiert, für den anderen sind sie im freien Fall gesunken. So ist es immer eine Frage der Perspektive, aus der die Lage betrachtet wird. Ebenso verhält es sich mit der Perspektive, aus der die Gesellschaft unsere Branche sieht. Das Maß, das die Politik aufgrund der gesellschaftlichen Diskussion um die Nahrungsmittelproduktion an unsere Betriebe legt, ist für viele von uns schwer nachzuvollziehen und noch schwerer zu verkraften. Vor allem Alleingänge unserer Minister auf nationaler oder sogar auf Länderebene schließen einen Ausgleich unserer erhöhten Aufwände für gesetzliche Auflagen durch den Markt aus. Der Bestandsschutz unserer Investitionen wird mehr und mehr mit Füßen getreten: Ob Moorflächen wiedervernässt werden sollen, Luftfilter an vorhandenen Ställen nachgerüstet werden müssen oder bei jeder EEG-Novelle wieder versucht wird, rückwirkend in die Vergütungsstruktur einzugreifen.

Aber wie immer im Leben gibt es eine Kehrseite der Medaille - der beschleunigte Strukturwandel bringt Entwicklungsmöglichkeiten für die Wachstumsbetriebe. Ebenso stellt ein nie da gewesenes Pacht- und Flächenpreisniveau eine adäquate Ausstiegsmöglichkeit für diejenigen dar, die sich den aktuellen Herausforderungen eher passiv stellen möchten. Wie lange dieses Flächenpreisniveau allerdings haltbar ist, hängt am Ende des Tages genauso von den politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab.

Festzuhalten bleibt auf jeden Fall, dass es einer immer ausgefeilteren Strategie bedarf, einen landwirtschaftlichen Betrieb durch die gegenwärtige Zeit zu führen und für einen Nachfolger attraktiv zu gestalten. Mit einer fundierten und breit angelegten Ausbildung legen die jungen Menschen den wichtigsten Grundstein, erfolgreich und passioniert auf einer tollen Position in einer der schönsten und abwechslungsreichsten Branchen überhaupt zu arbeiten.

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr Hans Heitzhausen